Was bedeutet das eigentlich?

Es gibt Dinge, Ereignisse und Zustände im Leben, die wir so nicht wollen.
Sie nicht akzeptieren und daran leiden.
Die wir festhalten und nicht loslassen wollen; Menschen, Tiere, Besitz, im Berufsleben,
das Festhalten an der Jugendlichkeit und auch das Festhalten von schönen Zeiten.

Wenn das Leid daran so groß ist, gar nichts mehr geht, wenn nicht erreicht wird, wie man es so gern hätte, ein unerträglicher Zustand, der uns in totale Verzweiflung bringt, uns den Schlaf raubt, die Gedanken um nichts anderes mehr kreisen läßt, eine völlige Lustlosigkeit gegenüber anderen Dingen, ein Zerren an Körper und Geist.
Wir uns ausgelaugt, enttäuscht, missachtet, unverstanden, unwichtig, wertlos und lächerlich fühlen und finden – ein seelischer Tiefpunkt erreicht ist……

Wer leidet, nimmt eingeengt wahr.
Hat ein Aufmerksamkeitsmangel für andere Lebensbereiche.
Durch Unterdrückungsversuche der Wünsche werden diese nur überwertiger und der Mensch immer hilfloser.
– Der Verfasser ist mir unbekannt, ich habe es irgendwo gelesen. Es ist passend. –

Aus diesem Grund ist die einzig richtige Konsequenz sich zu sagen :
„Es reicht, dann ist es eben so. Ich kann nichts mehr tun, nichts ändern.
Ich kann nicht mehr. Alles ist ausgeschöpft.“

Es ist ein „Sich ergeben“, ein „Annehmen“ der Situation und der Gefühle, was nichts freudvolles ist, eher ein mit der Zeit leicht entspanntes und beruhigendes Gefühl, eine leichte „Egalstimmung“, die aber der Nährboden für etwas Neues sein kann.
Sicherlich ist es zu Beginn eher eine öde Landschaft, in der kaum etwas wächst.
Jetzt ist die Zeit an der Reihe.
Es dauert, aber irgendwann zeigen sich die ersten Sprossen einer neuen Zeit, eines neuen Lebensabschnitts.
Und eines Tages blicken wir zurück und wissen : „Ich habe es überstanden und das Leben ging weiter.“